Anwendung: Parfümflakons und Verpackungsglas dekorativ und funktional beschichten
Hochwertige Oberflächen auf transparentem Glas
Parfümflakons, Kosmetikbehälter und anderes Verpackungsglas werden mit Flüssiglacken beschichtet, um Farbe, Glanz, Mattierung, Haptik oder Schutzwirkung zu erzeugen. Die transparente und häufig hochglänzende Ausgangsoberfläche macht selbst kleine Abweichungen sichtbar. Gleichzeitig müssen Schultern, Kanten, Radien und Bodenbereiche gleichmäßig erreicht werden.
Die Beschichtung erfolgt je nach Losgröße manuell, mit Automatikspritzapparaten oder in Rund- und Durchlaufanlagen. Bei rotationssymmetrischen Behältern unterstützt eine definierte Drehbewegung die gleichmäßige Rundumbeschichtung.
Dekorative und funktionale Beschichtungen
- Farb- und Effektlackierungen
- Matt-, Frost- und Soft-Touch-Optiken
- transparente, lasierende oder deckende Beschichtungen
- Verlaufs- und Teilflächenlackierungen
- Schutzschichten gegen Kratzer oder chemische Einflüsse
- Haftvermittelnde Grundierungen für weitere Dekorprozesse
- UV-härtende oder konventionell trocknende Glaslacke
Optische Fehler konsequent vermeiden
Auf Glas sind Wolken, Läufer, trockene Bereiche, Staubeinschlüsse und ungleichmäßige Überlappungen besonders auffällig. Die Benetzung hängt stark von Glasreinigung, Vorbehandlung und Beschichtungsstoff ab. Eine definierte Nassschicht und ein ruhiges Spritzbild sind deshalb entscheidend.
- feine und gleichmäßige Zerstäubung
- reproduzierbare Schicht auf 360-Grad-Geometrien
- saubere Kanten und definierte Übergänge
- geringer Overspray bei hochwertigen Lacken
- schnelle Farb- und Materialwechsel
- abgestimmte Ablüftung, Trocknung oder UV-Aushärtung
Farbwechsel, Maskierung und Qualitätskontrolle
Bei Parfüm- und Kosmetikverpackungen wechseln Farben, Effekte und Flakonformen häufig. Ein geringes Totvolumen in Leitungen und Apparaten reduziert Materialreste und erleichtert den Wechsel zwischen kleinen Chargen. Spülsequenzen, Materialwechselventile und klar definierte Reinigungsabläufe helfen, Farbverschleppungen zu vermeiden.
Gewinde, Dichtflächen, Etikettierbereiche oder spätere Dekorzonen müssen gegebenenfalls maskiert werden. Für die Qualitätskontrolle werden Farbton, Glanz, Transparenz, Deckung und Gleichmäßigkeit auf dem Originalglas bewertet. Besonders bei lasierenden Lacken können schon geringe Schichtunterschiede sichtbar werden.
- geringes Totvolumen bei kleinen Losgrößen
- reproduzierbare Positionierung des Flakons
- Maskierung von Gewinden und Funktionsflächen
- klare Freigabemuster für Farbe und Glanz
- saubere Spülung bei häufigen Materialwechseln
Krautzberger Technik für Flakons und Verpackungsglas
Für Muster, Handarbeitsplätze und Kleinserien können kompakte Handspritzapparate eingesetzt werden. In der Serienfertigung kommen Automatikspritzapparate mit fein einstellbarem Spritzbild, Materialdruckbehälter oder Membranpumpen sowie präzise Materialdruckregler infrage.
Rundautomaten und rotierende Bauteilaufnahmen ermöglichen eine gleichmäßige Beschichtung rotationssymmetrischer Flakons. Hubbewegungen und mehrere Spritzstationen können unterschiedliche Bereiche des Behälters bearbeiten. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen häufige Farbwechsel.
Automatisierung für unterschiedliche Flakonformen
Bei wechselnden Flakonformen muss die Aufnahme das Glas sicher führen, ohne Sichtflächen zu beschädigen. Höhe, Durchmesser und Schwerpunkt beeinflussen Drehzahl und Spritzweg. Für asymmetrische Flakons kann eine reine Rotation nicht ausreichen; dann werden Hubbewegung, Bauteilorientierung oder mehrere Spritzrichtungen kombiniert.
In einer automatisierten Linie können Rezepte für Flakonform, Lack, Drehzahl und Spritzzeit hinterlegt werden. Dadurch lassen sich freigegebene Einstellungen wiederverwenden und Produktwechsel schneller durchführen.
- angepasste Aufnahmen für verschiedene Geometrien
- reproduzierbare Drehzahl und Position
- Rezeptverwaltung für Lack und Flakon
- Kontrolle von Ausschuss und Farbwechselzeiten
Prozessparameter für Rundum- und Teilflächenlackierung
Drehzahl, Spritzabstand, Hubgeschwindigkeit und Überlappung bestimmen die Schichtverteilung. Bei konischen oder stark taillierten Flakons muss die Bewegung an die Geometrie angepasst werden. Maskierungen können erforderlich sein, wenn Gewinde, Dichtflächen oder Dekorbereiche frei bleiben sollen.
Auch die Positionierung auf der Aufnahme und die Sauberkeit des Bauteils wirken sich direkt auf das Ergebnis aus. Bei hohen optischen Anforderungen sollten Beschichtung, Ablüftung und Trocknung als durchgängiger Prozess betrachtet werden.
Vorteile für Ihre Produktion
- hohe optische Gleichmäßigkeit
- reproduzierbare Rundum- und Teilflächenbeschichtung
- flexible Verarbeitung unterschiedlicher Flakonformen
- geringer Materialverbrauch
- schnelle Umrüstung bei Farb- und Produktwechseln
- manuelle und automatisierte Lösungen aus einer Systemwelt
Beschichtungsversuche im Krautzberger Technikum
Glaslacke unterscheiden sich in Benetzung, Festkörperanteil, Farbwirkung und Aushärtung. Im Technikum können Originalflakons und Beschichtungsstoff getestet werden. Dabei werden Spritzbild, Drehzahl, Auftragsmenge, Überlappung, Ablüftung und Reinigung aufeinander abgestimmt.
Das sichtbare Ergebnis wird gemeinsam mit dem Kunden bewertet und dient als Grundlage für die Auswahl von Spritzapparat, Materialversorgung und Automatisierung.
Passende Produkte
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Branchen für diese Anwendung
Bei Parfümflakons und anderem Verpackungsglas verraten Schultern, Kanten und Radien sofort, ob der Lack gleichmäßig aufgetragen wurde. Auch bei Glasbehältern für Medizin und Pharma machen transparente Flächen kleine Abweichungen sichtbar.