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Krautzberger
Bauteile, Rohre und Fehlerstellen präzise markieren und signieren

Anwendung: Bauteile, Rohre und Fehlerstellen präzise markieren und signieren

Kurz erklärt

Industrielle Markierungen dienen der Qualitätskontrolle, Bauteilzuordnung, Fehlerkennzeichnung oder Prozessführung. Mit einer gut sichtbaren Farbmarkierung lässt sich beispielsweise anzeigen, ob ein Prüfschritt durchgeführt wurde, an welcher Stelle ein Fehler erkannt wurde oder welchem Fertigungslos ein Bauteil zugeordnet ist.

Markierfarbe als sichtbare Prozessinformation

Industrielle Markierungen dienen der Qualitätskontrolle, Bauteilzuordnung, Fehlerkennzeichnung oder Prozessführung. Mit einer gut sichtbaren Farbmarkierung lässt sich beispielsweise anzeigen, ob ein Prüfschritt durchgeführt wurde, an welcher Stelle ein Fehler erkannt wurde oder welchem Fertigungslos ein Bauteil zugeordnet ist.

Diese Anwendung ist von hochauflösenden Druck- und Codiersystemen zu unterscheiden. Im Mittelpunkt stehen robuste Punkte, Linien, Flächen oder Signierungen, die mit einer geeigneten Markierfarbe aufgesprüht werden. Je nach Anforderung kann die Kennzeichnung dauerhaft, temporär oder für einen späteren Bearbeitungsschritt wieder entfernbar sein.

Typische Einsatzbereiche

Markieren und Signieren kommt in nahezu allen Industrien vor. Typische Anwendungen sind:

  • Fehlerstellen und Prüfmerkmale an Metall-, Kunststoff- oder Gummibauteilen
  • Kennzeichnung von Rohren, Profilen, Blechen und großen Bauteilen
  • Markieren von Schweißnähten, Schnittstellen und Bearbeitungspositionen
  • Farbkennzeichnung von Varianten, Qualitätsklassen oder Fertigungslosen
  • Kontrollmarken nach Montage-, Dichtheits- oder Funktionsprüfungen
  • Signieren von Guss-, Schmiede- und Serienbauteilen
  • temporäre Markierungen für nachfolgende Fertigungsschritte

Punkt, Linie oder begrenzte Farbfläche

Die Geometrie der Markierung bestimmt die Düsenauswahl und Ansteuerung. Kurze Schaltimpulse erzeugen Punkte oder kompakte Markierungen. Durch die Bewegung von Bauteil oder Spritzapparat entstehen Linien und längere Signierungen. Für breitere Kennzeichnungen kann ein Flachstrahl eingesetzt werden, während ein Rundstrahl kleine und klar begrenzte Farbflächen ermöglicht.

Bei Rohren und langen Profilen muss die Markierung mit Transportgeschwindigkeit und Bauteilposition synchronisiert werden. Sensoren oder kundenseitige Steuerungen können den Spritzimpuls auslösen, sobald das Werkstück die definierte Position erreicht.

Anforderungen an Markierfarben und Sprühprozess

Markierfarben müssen auf dem jeweiligen Untergrund gut sichtbar sein und innerhalb der verfügbaren Zeit trocknen. Pigmente können sich absetzen, während schnell trocknende Medien zum Antrocknen an der Düse neigen. Deshalb sind Materialführung, Schaltverhalten und Reinigungsablauf besonders wichtig.

  • präziser Sprühbeginn und sauberes Sprühende
  • geringes Nachtropfen und klar begrenzte Markierungen
  • stabiler Farbton durch ausreichendes Rühren bei pigmentierten Medien
  • gute Haftung beziehungsweise definierte Entfernbarkeit
  • kurze Trocknungszeit passend zur Taktzeit
  • geringer Farbverbrauch und wenig Overspray
  • schnelle Spülung bei Farb- oder Produktwechseln

Beständigkeit und Entfernbarkeit der Markierung

Je nach Prozess muss eine Markierung nur wenige Minuten sichtbar bleiben oder das Bauteil über Lagerung, Transport und weitere Bearbeitung begleiten. Die passende Markierfarbe wird deshalb nach Untergrund, Trocknungszeit, Abriebfestigkeit und gewünschter Entfernbarkeit ausgewählt. Eine Farbe, die auf öligen Metallteilen haftet, kann sich auf Kunststoff oder Gummi völlig anders verhalten.

Auch nachfolgende Schritte wie Waschen, Lackieren, Schweißen oder Wärmebehandlung müssen berücksichtigt werden. Die Markierung darf diese Prozesse nicht ungewollt beeinflussen. Krautzberger prüft im Versuch, ob die Farbe sauber appliziert werden kann; die chemische Beständigkeit und Prozessverträglichkeit werden mit dem Farbhersteller und Betreiber validiert.

  • temporäre oder dauerhafte Markierung
  • Haftung auf trockenen, öligen oder rauen Oberflächen
  • Beständigkeit gegen Abrieb und Reinigung
  • Verträglichkeit mit nachfolgenden Prozessen
  • sichtbarer Kontrast zum Bauteil

Krautzberger Spritztechnik für Markieraufgaben

Für manuelle Kennzeichnungen können kompakte Handspritzapparate eingesetzt werden. Automatische Markierungen lassen sich mit schnell schaltenden Automatikspritzapparaten realisieren. Je nach gewünschter Größe kommen feine Rundstrahl-, Flachstrahl- oder spezielle Düsenausführungen infrage. Düsenverlängerungen helfen, schwer erreichbare Stellen oder Innenbereiche zu markieren.

Die Versorgung erfolgt je nach Verbrauch über kleine Materialbehälter, Materialdruckbehälter oder Pumpensysteme. Materialdruckregler sorgen dafür, dass die Farbmenge auch bei kurzen Sprühimpulsen konstant bleibt. Bei sedimentierenden Markierfarben können Rührwerke oder eine geeignete Zirkulation erforderlich sein.

Integration in Prüf- und Fertigungslinien

Automatikspritzapparate können an Halterungen, Achsen, Robotern oder direkt an Prüfstationen montiert werden. Die Ansteuerung lässt sich mit Prüfergebnis, Werkstückerkennung oder Maschinenzyklus verknüpfen. So erhält nur das geprüfte oder fehlerhafte Bauteil die vorgesehene Markierung.

Für eine stabile Linie müssen Sprühabstand, Markierzeit, Materialdruck und Position wiederholbar sein. Gleichzeitig sollte die Düse für Wartung und Reinigung gut zugänglich bleiben. Schutzbleche und Absaugung können verhindern, dass Farbnebel benachbarte Sensoren oder Maschinenbereiche verschmutzt.

Vorteile einer abgestimmten Markierlösung

  • schnelle und eindeutig sichtbare Kennzeichnung
  • präzise Punkte, Linien oder Teilflächen
  • geringer Materialverbrauch bei kurzen Sprühimpulsen
  • einfache Einbindung in Prüf- und Produktionsanlagen
  • flexible Anpassung an unterschiedliche Farben und Bauteile
  • manuelle und automatische Lösungen aus einer Systemwelt

Versuche im Krautzberger Technikum

Markierfarben unterscheiden sich in Pigmentierung, Viskosität, Trocknung, Haftung und Reinigbarkeit. Im Technikum werden Originalfarbe und Musterbauteil eingesetzt. Dabei lassen sich Düse, Markierungsgröße, Druck, Schaltzeit, Abstand und Bewegung aufeinander abstimmen.

Gemeinsam mit dem Kunden wird bewertet, ob Sichtbarkeit, Haftung, Trocknungszeit und Begrenzung der Markierung den Anforderungen entsprechen. Daraus entsteht eine Lösung, die sich zuverlässig in den vorgesehenen Prüf- oder Fertigungsprozess integrieren lässt.

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