Zum Inhalt springen
Krautzberger
Behälter und Tanks innen und außen mit Flüssigmedien beschichten

Anwendung: Behälter und Tanks innen und außen mit Flüssigmedien beschichten

Kurz erklärt

Behälter und Tanks erhalten Beschichtungen, um den Werkstoff gegen Feuchtigkeit, Chemikalien, Produktkontakt oder mechanische Belastung zu schützen. Je nach Aufgabe werden Primer, Decklacke, Korrosionsschutz-, Gleit- oder Antihaftbeschichtungen verarbeitet.

Worum es bei dieser Anwendung geht

In der Praxis reicht das Spektrum vom flexiblen Handarbeitsplatz bis zur getakteten, robotergestützten Serienanlage. Entscheidend ist, dass Sprühapparat, Materialversorgung und Bewegungsablauf zum Beschichtungsstoff und zum Werkstück passen.

Schutzfunktionen der Innen- und Außenbeschichtung

Die Anwendung betrifft überwiegend Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kunststoff und Verbundwerkstoffe. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.

Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.

Typische Anforderungen an den Sprühprozess

Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:

  • gleichmäßige Beschichtung großer Flächen und tiefer Innenräume
  • Zugang zu Böden, Deckeln, Stutzen und Hinterschneidungen
  • kontrollierte Schichtdicke an vertikalen Flächen
  • sichere Materialversorgung über größere Schlauchlängen
  • Abluft- und Arbeitsschutz in geschlossenen Bereichen
  • Reinigung bei hochviskosen oder reaktiven Medien

Innenraum, Zugänglichkeit und Schichtkontrolle

Bei Behältern und Tanks unterscheiden sich Außen- und Innenbeschichtung erheblich. Im Innenraum sind Sichtkontrolle, Lüftung und Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Düsenverlängerungen, 360-Grad-Sprühköpfe oder geführte Bewegungen helfen, Wandungen, Böden und Übergänge kontrolliert zu erreichen.

Die Beschichtung muss zum späteren Füllgut und zur vorgesehenen Beanspruchung passen. Chemische Beständigkeit, Schichtdicke und Freigabe liegen beim Beschichtungshersteller und Betreiber; Krautzberger legt den Sprüh- und Versorgungsprozess aus.

  • Behälterdurchmesser und Öffnungsgröße
  • Einführweg und Sprührichtung
  • Lüftung und Lösemittelabführung
  • Vermeidung von Läufern und Pfützen
  • Kontrolle der Schicht an Nähten und Übergängen

Krautzberger Lösungen für Sprühauftrag und Materialversorgung

Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.

Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.

Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.

Im Mittelpunkt stehen Hand- und Automatikspritzapparate, gerade oder abgewinkelte Verlängerungen, 360-Grad-Düsen, Pumpen oder Materialdruckbehälter sowie Materialdruckregler für stabile Förderbedingungen im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.

Bauteile, Branchen und Einsatzfelder

Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:

  • Chemie- und Prozessbehälter
  • Druck- und Lagerbehälter
  • Maschinen- und Anlagenwannen
  • Lebensmittel- oder Pharmabehälter nach kundenspezifischer Validierung
  • Sammelbehälter und technische Tanks
  • Innenbeschichtung von Deckeln, Stutzen und Einbauten

Manuell, teilautomatisiert oder vollautomatisch

Außenflächen können manuell oder automatisiert beschichtet werden. Für Innenflächen werden Spritzapparat und Verlängerung entlang definierter Bahnen geführt; bei rotationssymmetrischen Behältern kann eine Bauteildrehung sinnvoll sein.

Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.

Ergebnis für Qualität und Wirtschaftlichkeit

  • vollständige Abdeckung von Innen- und Außenflächen
  • gleichmäßige Schutzschichten bei reduziertem Materialverlust
  • flexible Anpassung an Behältergröße und Geometrie
  • weniger Nacharbeit in schwer zugänglichen Bereichen
  • stabile Materialversorgung über größere Distanzen
  • geeignet für Einzelstücke und Serienfertigung

Versuche mit Originalmaterial und Musterbauteilen

Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.

Bei Innenbeschichtungen werden Reichweite, Strahlrichtung, Rückzugsbewegung und Lüftungskonzept mit einem repräsentativen Behälter geprüft.

Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.

Versuche im Krautzberger Technikum

Im Krautzberger Technikum kann der Prozess mit Originalmedium und repräsentativen Musterbauteilen geprüft werden. Dabei werden Förderbarkeit, Spritzbild, Auftragsmenge, Materialdruck, Abstand, Bewegung und Reinigung aufeinander abgestimmt.

Die Versuche schaffen eine belastbare Grundlage für die Auswahl von Spritzapparat, Düse, Materialversorgung und Automatisierungsgrad. Die endgültige Funktions- und Prozessfreigabe erfolgt durch den Betreiber gemeinsam mit dem Materialhersteller.

Zum Technikum

Passende Produkte

Alle Produkte

Kontakt für Ihre Anwendung

Sie suchen eine Spritzpistole, einen Automatikspritzapparat oder eine komplette Materialversorgung für diesen Prozess? Krautzberger unterstützt Sie bei der Auswahl und Auslegung der passenden Spritztechnik, Düsenausführung, Förderung und Regelung.

Nehmen Sie Kontakt mit Krautzberger auf und sprechen Sie mit uns über Medium, Bauteil, Produktionsmenge und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir, wie sich der Prozess technisch sicher und wirtschaftlich umsetzen lässt.

Kontakt aufnehmen

Branchen für diese Anwendung

Je nach Inhalt und Einsatzumgebung muss ein Behälter Feuchtigkeit, Chemikalien oder mechanischer Belastung standhalten. Schutzschicht und Auftrag werden deshalb auf das Medium, die Behälterform und die spätere Nutzung abgestimmt.

Krautzberger