Anwendung: Spritzen innen gleichmäßig und sparsam silikonisieren
Worum es bei dieser Anwendung geht
Die passende Lösung beginnt nicht bei einer einzelnen Pistole, sondern beim gesamten Prozess. Spritzbild, Düsenauslegung, Materialdruck, Förderung, Bauteilbewegung und Reinigung müssen gemeinsam betrachtet werden, damit der Auftrag stabil und reproduzierbar bleibt.
Aufgabe und Nutzen der Beschichtung
Die Anwendung betrifft überwiegend Glas- und Kunststoffspritzen sowie vergleichbare zylindrische Medizinbauteile. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.
Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.
Worauf es bei der Applikation ankommt
Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:
- sehr geringe Auftragsmengen
- gleichmäßige Verteilung über Länge und Umfang
- präzise Positionierung einer Tauch- oder Verlängerungsdüse
- Vermeidung von Tropfen, Partikeln und Überdosierung
- stabile Schaltzeiten bei hohen Taktraten
- kundenseitige Validierung von Prozess und Produktfunktion
Gleichmäßige Gleitwirkung bei sehr geringer Auftragsmenge
Bei der Silikonisierung wird eine sehr kleine Menge geeigneten Silikonöls auf die Innenwand des Spritzenzylinders aufgebracht. Die Schicht reduziert die Reibung zwischen Kolbenstopfen und Zylinder und beeinflusst damit Anfahr- und Gleitkräfte. Eine ungleichmäßige Verteilung kann zu schwankendem Kolbenlauf führen.
Partikel, Materialverträglichkeit und pharmazeutische Anforderungen müssen im validierten Kundenprozess bewertet werden. Krautzberger stellt die fein dosierbare Applikationstechnik zur Verfügung.
- sehr geringe und reproduzierbare Silikonmenge
- gleichmäßige Innenwandverteilung
- saubere und partikelarme Materialführung
- präzise Taktung bei hohen Stückzahlen
- einfache Reinigung und kontrollierte Prozessfreigabe
Spritztechnik und Materialversorgung von Krautzberger
Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.
Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.
Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.
Im Mittelpunkt stehen Mikro-Automatikspritzapparate, schlanke Düsenverlängerungen, sehr fein regelbare Materialdruckbehälter oder Versorgungssysteme und präzise Druckregler im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.
Typische Anwendungen
Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:
- vorgefüllte Glasspritzen
- Kunststoffspritzen
- Kartuschen und zylindrische Dosierkörper
- Entwicklungs- und Pilotanlagen
- automatisierte Serienlinien
- Funktionsbeschichtung ähnlicher medizinischer Zylinder
Prozessintegration und Automatisierung
Die Düse wird definiert in den Spritzenkörper eingefahren und während des Sprühimpulses oder Rückzugs bewegt. Auftragsmenge, Rückzugsgeschwindigkeit und Spritzbild bestimmen die Verteilung.
Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.
Vorteile für Ihre Produktion
- gleichmäßige und sparsame Silikonverteilung
- reproduzierbare Kolbengleitkräfte
- geringer Materialverbrauch
- automatisierbare Tauch- und Rückzugsbewegung
- präzise Dosierung bei hohen Stückzahlen
- anwendungsbezogene Auswahl materialführender Komponenten
Prozessauslegung im Krautzberger Technikum
Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.
Auftragsmenge und Verteilung müssen mit geeigneten Mess- und Funktionsprüfungen validiert werden. Krautzberger optimiert Sprühimpuls, Verlängerung, Position und Versorgung am Musterprozess.
Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.
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Branchen für diese Anwendung
Silikonöl soll die Kolbenbewegung einer Spritze erleichtern, ohne Tropfen oder überdosierte Stellen im Zylinder zu hinterlassen. Bei diesem medizinischen Fertigungsschritt kommt es auf sehr kleine Mengen und eine gleichmäßige Verteilung an.