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Krautzberger
Parkett, Laminat und Profilkanten mit Flüssiglacken versiegeln

Anwendung: Parkett, Laminat und Profilkanten mit Flüssiglacken versiegeln

Kurz erklärt

Versiegelungen und Lacke schützen Holz- und Laminatoberflächen vor Abrieb, Feuchte und Verschmutzung. Während flache Großflächen häufig mit Walzen- oder Gießverfahren beschichtet werden, bietet Sprühapplikation Vorteile bei Kanten, Fasen, Profilen, kleinen Losen und dreidimensionalen Bauteilen.

Worum es bei dieser Anwendung geht

Für den industriellen Auftrag kommen unterschiedliche Nassspritzverfahren infrage. Je nach Medium, Bauteilgeometrie, Losgröße und Qualitätsanforderung kann die Applikation mit einer Handlackierpistole, einer Beschichtungspistole, einem Automatikspritzapparat oder innerhalb einer Lackier- und Beschichtungsanlage erfolgen.

Was die Beschichtung im Prozess leisten muss

Die Anwendung betrifft überwiegend Massivholz, Furnier, HDF, MDF, Laminat und beschichtete Holzwerkstoffe. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.

Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.

Herausforderungen beim Sprühauftrag

Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:

  • gleichmäßige Kanten- und Fasenabdeckung
  • Vermeidung von Läufern und Materialaufbau
  • Farb- und Glanzkonstanz
  • Anpassung an wasserbasierte oder UV-härtende Lacke
  • hohe Liniengeschwindigkeit und kurze Trocknung
  • saubere Begrenzung auf ausgewählte Bereiche

Gleichmäßiger Auftrag auf saugenden und strukturierten Flächen

Parkett, Holzwerkstoff und Laminat können mit Grundierungen, Beizen, Versiegelungen oder Schutzlacken behandelt werden. Bei strukturierten Oberflächen und Fasen müssen Spritzwinkel und Überlappung so gewählt werden, dass Vertiefungen erreicht werden, ohne Kanten zu überladen.

In kontinuierlichen Linien beeinflussen Bandgeschwindigkeit, Bauteilabstand und Trocknung die Schicht. Wasser- und lösemittelbasierte sowie UV-härtende Systeme stellen unterschiedliche Anforderungen an Materialführung und Prozessplanung.

  • gleichmäßige Flächen- und Fasenbeschichtung
  • Anpassung an Saugfähigkeit und Oberflächenstruktur
  • konstante Schicht bei wechselnder Liniengeschwindigkeit
  • Vermeidung von Läufern an Kanten
  • abgestimmte Trocknung oder UV-Aushärtung

Krautzberger Applikationstechnik für diese Anwendung

Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.

Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.

Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.

Im Mittelpunkt stehen Automatikspritzapparate mit schmalen oder breiten Spritzbildern, Hub- oder Traversiergeräte, Pumpen, Materialdruckbehälter und Materialdruckregler im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.

Typische Bauteile und Einsatzbereiche

Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:

  • Parkettstäbe und Dielen
  • Laminatprofile und Abschlussleisten
  • Kanten- und Fasenversiegelung
  • Treppen- und Formteile
  • Sonderdekore und Reparaturbeschichtungen
  • Primer, Beizen und Decklacke

Vom manuellen Auftrag bis zur automatisierten Anlage

Die Spritzstation wird an Profilquerschnitt, Bandgeschwindigkeit und nachfolgende Trocknung angepasst. UV-Systeme erfordern zusätzlich eine abgestimmte Lichtschutz- und Aushärtungsplanung.

Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.

Vorteile einer abgestimmten Sprühlösung

  • gute Beschichtung von Kanten und Profilen
  • flexible Sonder- und Kleinserien
  • gleichmäßige Schutz- und Dekorwirkung
  • reduzierter Materialauftrag auf Teilflächen
  • Integration in Durchlaufanlagen
  • kombinierbar mit anderen Beschichtungsverfahren

Anwendungsversuche im Krautzberger Technikum

Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.

Musterteile werden auf Kantenbenetzung, Verlauf, Farbwirkung, Haftung und Beständigkeit geprüft.

Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.

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Branchen für diese Anwendung

Bei Parkett und Laminat schützen Lacke und Versiegelungen vor Abrieb, Feuchte und Schmutz. In der Holz- und Möbelindustrie sowie bei Bauzulieferern ergänzt der gezielte Sprühauftrag an Kanten und Profilen die Beschichtung großer Flächen mit Walzen oder Gießverfahren.

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