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Krautzberger
Displays und hochwertige Sichtflächen gleichmäßig beschichten

Anwendung: Displays und hochwertige Sichtflächen gleichmäßig beschichten

Kurz erklärt

Auf Displays und Sichtflächen werden Beschichtungen eingesetzt, um Optik, Haptik, Reinigung, Kratzbeständigkeit oder andere funktionale Eigenschaften zu verbessern. Die Schichten sind häufig dünn und müssen ohne Wolken, Läufer oder sichtbare Überlappungen aufgetragen werden.

Worum es bei dieser Anwendung geht

In der Praxis reicht das Spektrum vom flexiblen Handarbeitsplatz bis zur getakteten, robotergestützten Serienanlage. Entscheidend ist, dass Sprühapparat, Materialversorgung und Bewegungsablauf zum Beschichtungsstoff und zum Werkstück passen.

Anforderungen an optisch hochwertige Sichtflächen

Die Anwendung betrifft überwiegend Glas, transparente und hochglänzende Kunststoffe, lackierte Metallflächen und Verbundbauteile. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.

Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.

Typische Anforderungen an den Sprühprozess

Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:

  • höchste Anforderungen an Gleichmäßigkeit und Sauberkeit
  • sichtbare Fehler bereits bei sehr kleinen Schichtabweichungen
  • geringe Auftragsmengen und feine Zerstäubung
  • Vermeidung von Partikeln, Sprühnebel und Randaufbau
  • reproduzierbare Benetzung großer oder gewölbter Flächen
  • Abstimmung auf empfindliche Substrate und Beschichtungsstoffe

Optische Gleichmäßigkeit auf empfindlichen Oberflächen

Displays, Blenden und hochwertige Sichtflächen zeigen Staub, Wolken, Überlappungen und kleinste Läufer besonders deutlich. Vorbehandlung, Bauteilsauberkeit und kontrollierte Umgebung sind daher ebenso wichtig wie die Zerstäubung. Bei transparenten oder lasierenden Schichten muss die Materialmenge über die gesamte Fläche sehr konstant sein.

Maskierungen schützen Kontakte, Fenster und Funktionsbereiche. Die Spritzbahnen werden so angeordnet, dass keine sichtbaren Ansatzstellen entstehen.

  • feine und homogene Zerstäubung
  • geringe Schwankung der Nassschicht
  • saubere Oberfläche und kontrollierte Staubbelastung
  • definierte Maskier- und Randbereiche
  • abgestimmte Ablüftung und Aushärtung

Krautzberger Lösungen für Sprühauftrag und Materialversorgung

Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.

Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.

Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.

Im Mittelpunkt stehen fein zerstäubende Hand- oder Automatikspritzapparate, präzise XLINE-Düsenkombinationen, stabile Materialdruckregelung sowie saubere Materialbehälter und Leitungen im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.

Bauteile, Branchen und Einsatzfelder

Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:

  • Touchscreens und Bedienfelder
  • Deckgläser und Anzeigeelemente
  • Piano-Black- und Hochglanzflächen
  • Armaturen und Interieurbauteile
  • Haushalts- und Elektrogeräte
  • hochwertige Design- und Konsumgüter

Manuell, teilautomatisiert oder vollautomatisch

Manuelle Beschichtung eignet sich für Muster und Kleinserien. In Serienanlagen werden Bauteilreinigung, Spritzbahn, Überlappung, Kabinenluft und Trocknung eng aufeinander abgestimmt.

Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.

Ergebnis für Qualität und Wirtschaftlichkeit

  • gleichmäßige, hochwertige Sichtoberflächen
  • weniger Ausschuss durch stabile Prozessparameter
  • kontrollierter Auftrag dünner Funktionsschichten
  • reduzierter Materialverbrauch
  • flexible Anwendung auf Glas und Kunststoff
  • skalierbar bis zur automatisierten Serienfertigung

Versuche mit Originalmaterial und Musterbauteilen

Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.

Im Versuch werden Spritzbild und optische Qualität unter geeigneter Beleuchtung bewertet; zusätzlich sind Benetzung, Trocknung und Oberflächenfunktion zu prüfen.

Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.

Versuche im Krautzberger Technikum

Im Krautzberger Technikum kann der Prozess mit Originalmedium und repräsentativen Musterbauteilen geprüft werden. Dabei werden Förderbarkeit, Spritzbild, Auftragsmenge, Materialdruck, Abstand, Bewegung und Reinigung aufeinander abgestimmt.

Die Versuche schaffen eine belastbare Grundlage für die Auswahl von Spritzapparat, Düse, Materialversorgung und Automatisierungsgrad. Die endgültige Funktions- und Prozessfreigabe erfolgt durch den Betreiber gemeinsam mit dem Materialhersteller.

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Nehmen Sie Kontakt mit Krautzberger auf und sprechen Sie mit uns über Medium, Bauteil, Produktionsmenge und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir, wie sich der Prozess technisch sicher und wirtschaftlich umsetzen lässt.

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Branchen für diese Anwendung

Auf Displays und anderen Sichtflächen fällt schon eine kleine Unregelmäßigkeit in der Schicht auf. Ein gleichmäßiger Auftrag ist deshalb wichtig, damit Optik, Haptik und Reinigbarkeit zum jeweiligen Produkt passen.

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