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Krautzberger
Gleitlacke und Trockenschmierstoffe kontrolliert aufsprühen

Anwendung: Gleitlacke und Trockenschmierstoffe kontrolliert aufsprühen

Kurz erklärt

Gleitlacke bilden nach der Trocknung eine feste, trockene Schmier- und Trennschicht. Sie werden eingesetzt, wenn klassische Öle oder Fette unerwünscht sind oder wenn definierte Reibwerte über längere Zeit erhalten bleiben sollen.

Worum es bei dieser Anwendung geht

In der Praxis reicht das Spektrum vom flexiblen Handarbeitsplatz bis zur getakteten, robotergestützten Serienanlage. Entscheidend ist, dass Sprühapparat, Materialversorgung und Bewegungsablauf zum Beschichtungsstoff und zum Werkstück passen.

Welche Funktion Gleitlacke übernehmen

Die Anwendung betrifft überwiegend Metall, Elastomere, Kunststoffe und vorbehandelte Verbundteile. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.

Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.

Typische Anforderungen an den Sprühprozess

Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:

  • dünne und gleichmäßige Funktionsschicht
  • Vermeidung von Sedimentation bei feststoffhaltigen Medien
  • konstante Reibwerte über die gesamte Bauteilfläche
  • gute Kanten- und Geometrieabdeckung
  • verschleißfeste und gut spülbare Materialwege
  • reproduzierbare Trocknung und Aushärtung

Dünne Gleit- und Trockenschmierfilme reproduzierbar erzeugen

Gleitlacke enthalten häufig Festschmierstoffe und werden als dünne, trockene Funktionsschicht eingesetzt. Die Reibungs- und Verschleißeigenschaften hängen stark von einer gleichmäßigen Verteilung der Feststoffe und der vorgesehenen Schichtdicke ab. Sedimentation im Behälter oder in Leitungen kann die Zusammensetzung des Sprühfilms verändern.

Rührwerk, Materialdruck und Düsenauswahl werden daher gemeinsam betrachtet. Funktions- und Kontaktflächen müssen vollständig benetzt werden, ohne Gewinde, Dichtbereiche oder Fügestellen unnötig zu überladen.

  • stabile Suspension der Festschmierstoffe
  • dünne, geschlossene Schicht
  • präzise Begrenzung von Funktionsflächen
  • Vermeidung von rauen oder pulverigen Bereichen
  • abgestimmte Trocknung beziehungsweise Einbrennung

Krautzberger Lösungen für Sprühauftrag und Materialversorgung

Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.

Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.

Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.

Im Mittelpunkt stehen fein regelbare Hand- oder Automatikspritzapparate, Rührwerke für sedimentierende Medien, Materialdruckbehälter oder Pumpen sowie Materialdruckregler für einen konstanten Auftrag im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.

Bauteile, Branchen und Einsatzfelder

Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:

  • Dichtungen und Führungsprofile
  • Schrauben, Federn und Verbindungselemente
  • Gleitflächen und Lagerkomponenten
  • Automotive- und Maschinenbauteile
  • Montagehilfen für Press- und Fügevorgänge
  • Bauteile mit Anforderungen an Anti-Knarz und Stick-Slip

Manuell, teilautomatisiert oder vollautomatisch

Kleine Teile können einzeln, auf Werkstückträgern oder als Schüttgut in geeigneten Rotationsanlagen beschichtet werden. Die Sprühtechnik wird an Feststoffanteil, gewünschte Schichtdicke und Bauteilbewegung angepasst.

Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.

Ergebnis für Qualität und Wirtschaftlichkeit

  • gleichmäßige Reib- und Gleiteigenschaften
  • weniger Verschleiß und Geräuschentwicklung
  • sauberer, trockener Schmierfilm
  • reduzierter Materialverbrauch durch dünnen Auftrag
  • reproduzierbare Werte in der Serienfertigung
  • geeignet für Einzelteile und Massenkleinteile

Versuche mit Originalmaterial und Musterbauteilen

Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.

Entscheidend sind Sedimentationsverhalten, Düsenauswahl, Rührung, Schichtmasse und Trocknung; diese Parameter werden mit dem konkreten Gleitlack abgestimmt.

Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.

Versuche im Krautzberger Technikum

Im Krautzberger Technikum kann der Prozess mit Originalmedium und repräsentativen Musterbauteilen geprüft werden. Dabei werden Förderbarkeit, Spritzbild, Auftragsmenge, Materialdruck, Abstand, Bewegung und Reinigung aufeinander abgestimmt.

Die Versuche schaffen eine belastbare Grundlage für die Auswahl von Spritzapparat, Düse, Materialversorgung und Automatisierungsgrad. Die endgültige Funktions- und Prozessfreigabe erfolgt durch den Betreiber gemeinsam mit dem Materialhersteller.

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Sie suchen eine Spritzpistole, einen Automatikspritzapparat oder eine komplette Materialversorgung für diesen Prozess? Krautzberger unterstützt Sie bei der Auswahl und Auslegung der passenden Spritztechnik, Düsenausführung, Förderung und Regelung.

Nehmen Sie Kontakt mit Krautzberger auf und sprechen Sie mit uns über Medium, Bauteil, Produktionsmenge und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir, wie sich der Prozess technisch sicher und wirtschaftlich umsetzen lässt.

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Branchen für diese Anwendung

Wo Öle oder Fette nicht passen, können trockene Gleitlackschichten definierte Reibwerte ermöglichen. Wie die Schicht aufgetragen wird, richtet sich nach Bauteil, Belastung und den Anforderungen des jeweiligen Einsatzfelds.

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