Anwendung: Montagemittel bei der Reifenmontage kontrolliert aufsprühen
Worum es bei dieser Anwendung geht
Die passende Lösung beginnt nicht bei einer einzelnen Pistole, sondern beim gesamten Prozess. Spritzbild, Düsenauslegung, Materialdruck, Förderung, Bauteilbewegung und Reinigung müssen gemeinsam betrachtet werden, damit der Auftrag stabil und reproduzierbar bleibt.
Aufgabe und Nutzen der Beschichtung
Die Anwendung betrifft überwiegend Reifenwulst, Felgenhorn und definierte Kontaktbereiche bei Rad-Reifen-Baugruppen. Die geforderte Wirkung entsteht nur, wenn Beschichtungsstoff, Untergrund, Schichtdicke und nachfolgende Trocknung oder Aushärtung zusammenpassen. Der Sprühprozess muss deshalb auf das konkrete Materialsystem und die realen Produktionsbedingungen abgestimmt werden.
Neben der reinen Oberflächenqualität spielen auch Verbrauch, Reinigungsaufwand, Anlagenverfügbarkeit und die sichere Wiederholung des Ergebnisses eine Rolle. Eine technisch gute Lösung verbindet deshalb kontrollierte Zerstäubung mit einer stabilen und gut regelbaren Materialversorgung.
Worauf es bei der Applikation ankommt
Schon kleine Schwankungen bei Materialdruck, Viskosität, Abstand oder Bewegungsführung können die Beschichtung sichtbar oder funktional verändern. Typische Anforderungen sind:
- gleichmäßige Rundumbenetzung
- gezielter Auftrag auf schmale Kontaktzonen
- Vermeidung von Tropfen und übermäßiger Verschleppung
- Anpassung an unterschiedliche Reifengrößen
- kurze Taktzeiten in Montagelinien
- gute Reinigung und Materialverträglichkeit
Montagemittel kontrolliert auf Reifenwulst und Felge auftragen
Bei der Reifenmontage reduzieren geeignete Montagepasten oder flüssige Montagemittel die Reibung und unterstützen das Aufziehen des Reifens. Der Auftrag soll Wulst und relevante Kontaktbereiche vollständig benetzen, ohne unnötig auf Sichtflächen, Bremse oder Boden zu gelangen.
Das Medium muss mit Reifen, Felge und späterem Betrieb kompatibel sein. Die Sprühtechnik wird an Viskosität, Bauteilgröße und Taktzeit angepasst.
- gleichmäßige Benetzung des Reifenwulsts
- geringe und reproduzierbare Materialmenge
- saubere Begrenzung des Sprühbereichs
- kein Nachtropfen am Arbeitsplatz
- einfache Reinigung bei Produktwechseln
Spritztechnik und Materialversorgung von Krautzberger
Krautzberger betrachtet Applikation und Materialversorgung als zusammenhängendes System. Je nach Aufgabe können Handspritzapparate, Automatikspritzapparate, passende Luft- und Materialdüsen, Materialdruckbehälter, Membranpumpen, Pumpenhubstationen und Materialdruckregler kombiniert werden.
Bei automatisierten Prozessen lassen sich die Spritzapparate an Halterungen, Hubgeräten, Achsen oder Robotern integrieren. Materialwechselventile und Spüleinrichtungen unterstützen Anwendungen mit mehreren Farben oder Medien. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Viskosität, Festkörperanteil, Auftragsmenge, Taktzeit und Bauteilgeometrie.
Für feine Oberflächen stehen unterschiedliche XLINE-Düsenkombinationen und Strahlformen zur Verfügung. Bei hochviskosen, abrasiven oder sedimentierenden Medien werden dagegen ausreichend große Querschnitte, geeignete Werkstoffpaarungen, Rührwerke und eine druckstabile Förderung wichtiger.
Im Mittelpunkt stehen kompakte Automatikspritzapparate, Rundstrahldüsen, ringförmig angeordnete Spritzpositionen, Materialdruckbehälter oder Pumpen und präzise Druckregler im Mittelpunkt. Welche Kombination wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, wird nicht pauschal, sondern anhand des Mediums, der Bauteile und der gewünschten Produktionsleistung festgelegt.
Typische Anwendungen
Die Applikation kommt in unterschiedlichen Branchen und Bauteilgruppen zum Einsatz. Typische Beispiele sind:
- Pkw- und Nutzfahrzeugreifen
- Industrie- und Spezialreifen
- automatisierte Radmontagelinien
- manuelle Montageplätze
- Vorbenetzung von Reifenwulst oder Felgenbereich
- Prozessunterstützung bei variierenden Dimensionen
Prozessintegration und Automatisierung
Das Rad oder der Reifen kann während des Auftrags gedreht werden. Spritzfreigabe, Menge und Position werden an Dimension und Taktzeit angepasst.
Bei der Anlagenintegration sind außerdem Bauteilzuführung, Absaugung beziehungsweise Lüftung, Reinigung, Medienwechsel und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten zu berücksichtigen. Dadurch bleibt der Prozess nicht nur im Musterlauf, sondern auch im Produktionsalltag stabil.
Vorteile für Ihre Produktion
- gleichmäßiger Montagefilm
- reduzierter Verbrauch von Montagemitteln
- weniger Verschmutzung
- stabile Montagekräfte und Prozessabläufe
- flexible Anpassung an Reifengrößen
- integrierbar in automatische Linien
Prozessauslegung im Krautzberger Technikum
Flüssige Medien und Beschichtungsstoffe mit ähnlicher Bezeichnung können sich bei Viskosität, Festkörperanteil, Lösemittelbasis, Benetzung und Trocknung deutlich unterscheiden. Eine belastbare Auswahl von Spritzapparat, Düse und Materialversorgung sollte deshalb mit dem Originalmaterial und einem repräsentativen Bauteil erfolgen.
Mit Originalreifen, Felge und Montagemittel werden Benetzung, Auftrag, Montagekraft und Rückstände bewertet.
Auf dieser Grundlage lassen sich Spritzbild, Materialmenge, Druck, Abstand, Bewegung und Reinigungsablauf festlegen. Das Ergebnis ist eine Applikationslösung, die zum Medium, zur Geometrie und zum vorgesehenen Produktionsprozess passt.
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Nehmen Sie Kontakt mit Krautzberger auf und sprechen Sie mit uns über Medium, Bauteil, Produktionsmenge und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir, wie sich der Prozess technisch sicher und wirtschaftlich umsetzen lässt.
Branchen für diese Anwendung
Eine kleine Menge Montageflüssigkeit am Kontakt von Reifenwulst und Felge kann die Reibung beim Aufziehen verringern. Entscheidend ist, dass das Medium die benötigten Bereiche benetzt, ohne sich am Bauteil oder Arbeitsplatz unkontrolliert zu verteilen.