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Krautzberger
Papier, Karton und Tissue gezielt befeuchten und verkleben

Anwendung: Papier, Karton und Tissue gezielt befeuchten und verkleben

Kurz erklärt

In der Papier- und Zellstoffverarbeitung werden Wasser, Klebstoffe und weitere flüssige Prozessmedien gezielt auf Bahnen, Lagen, Kanten oder einzelne Produkte aufgebracht. Die Aufgaben reichen von der kontrollierten Befeuchtung bis zur Verklebung von Papierlagen oder dem Fixieren des Endblatts an einer Tissue-Rolle.

Flüssige Medien in Papier- und Tissueprozessen

In der Papier- und Zellstoffverarbeitung werden Wasser, Klebstoffe und weitere flüssige Prozessmedien gezielt auf Bahnen, Lagen, Kanten oder einzelne Produkte aufgebracht. Die Aufgaben reichen von der kontrollierten Befeuchtung bis zur Verklebung von Papierlagen oder dem Fixieren des Endblatts an einer Tissue-Rolle.

Da Papier und Tissue Feuchtigkeit sehr schnell aufnehmen, reagieren die Produkte empfindlich auf eine ungleichmäßige Verteilung. Zu viel Medium kann Wellen, Flecken, Durchschlagen oder Bahnprobleme verursachen. Ein zu geringer Auftrag führt dagegen zu unzureichender Befeuchtung oder unsicheren Klebeverbindungen.

Typische Anwendungen

Typische Sprüh- und Klebeprozesse sind:

  • Endblattverklebung bei Toilettenpapier, Küchenrollen und anderen Tissue-Produkten
  • Klebstoffauftrag auf Papier-, Karton- und Verpackungsbahnen
  • Verkleben mehrerer Lagen oder Teilbereiche
  • Befeuchten zur Beeinflussung von Flexibilität, Planlage oder Weiterverarbeitung
  • Rand-, Streifen- und Punktauftrag
  • Auftrag flüssiger Hilfsstoffe auf ausgewählte Zonen
  • Anwendungen an diskreten Produkten sowie an kontinuierlichen Bahnen

Hohe Bahngeschwindigkeit und kurze Reaktionszeit

Bei schnell laufenden Maschinen muss der Sprühauftrag exakt mit der Bahngeschwindigkeit synchronisiert werden. Sprühbeginn, Sprühende und Auftragsbreite dürfen sich trotz Geschwindigkeitsänderungen nicht verschieben. Bei Tissue-Produkten kommt hinzu, dass sehr leichte und saugfähige Materialien nicht durch zu hohe Luftimpulse oder zu große Tropfen gestört werden dürfen.

Bei Klebstoffen müssen offene Zeit, Benetzung und Press- beziehungsweise Wickelprozess zusammenpassen. Antrocknender Kleber an der Düse kann das Spritzbild verändern. Eine gut zugängliche und schnell zu reinigende Applikation ist deshalb für die Anlagenverfügbarkeit besonders wichtig.

Vom Tissue-Endblatt bis zur Kartonage

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Produkt deutlich. Bei Tissue-Rollen muss eine kleine Klebstoffmenge das Endblatt sicher fixieren, ohne mehrere Lagen unnötig zu verkleben. Bei Karton- und Papierbahnen kann dagegen eine kontinuierliche Streifen- oder Flächenapplikation erforderlich sein. Beim Befeuchten steht die gleichmäßige Verteilung von Wasser oder Prozessmedium im Vordergrund.

Die Spritzlösung wird deshalb nicht allein nach der Bahnbreite ausgewählt. Auch Produktdicke, Saugfähigkeit, Wickelspannung, Presskontakt und nachfolgende Schneid- oder Verpackungsschritte werden berücksichtigt. Eine zu breite oder zu nasse Spur kann den Prozess ebenso stören wie eine unterbrochene Klebelinie.

  • Endblattverklebung an Tissue-Rollen
  • Streifenauftrag auf Papier und Karton
  • Befeuchten vor Umform- oder Wickelprozessen
  • Teilflächenauftrag für Laminierung und Verklebung
  • Abstimmung mit Schneid- und Verpackungsschritten

Krautzberger Lösungen für den Medienauftrag

Kompakte Automatikspritzapparate können über oder neben der Bahn positioniert und mit der Maschinensteuerung synchronisiert werden. Je nach gewünschter Breite kommen Flach- oder Rundstrahl sowie mehrere parallel angeordnete Apparate infrage. Für manuelle Einstellungen, Versuche oder Kleinserien stehen Handspritzapparate zur Verfügung.

Die Versorgung kann über Materialdruckbehälter, Membranpumpen und Materialdruckregler erfolgen. Dadurch lassen sich auch bei langen Betriebszeiten konstante Auftragsmengen erreichen. Materialwechselventile und Spülmöglichkeiten unterstützen Produktwechsel und Reinigungsabläufe.

Entscheidende Prozessparameter

Für eine saubere Anwendung müssen Medium, Papierqualität, Flächengewicht, Saugfähigkeit, Bahngeschwindigkeit und nachfolgender Prozess gemeinsam betrachtet werden.

  • Auftragsmenge pro Fläche oder Produkt
  • Tropfengröße und Spritzbreite
  • Abstand zur Bahn und Luftbewegung
  • Viskosität und Temperatur des Klebstoffs
  • Schaltzeit und Synchronisation mit der Maschinenbewegung
  • Vermeidung von Nebel, Ablagerungen und Verschmutzung
  • Reinigungsintervall und Zugänglichkeit der Düse

Saubere Anlagenumgebung bei Klebstoff und Wasser

Feiner Sprühnebel kann sich auf Walzen, Sensoren und Führungen ablagern. Die Spritzapparatur sollte deshalb möglichst nah und gezielt auf die vorgesehene Zone ausgerichtet werden. Abschirmungen und eine angepasste Absaugung können die Verschleppung zusätzlich reduzieren.

Bei längeren Stillständen müssen Wasser- und Klebstoffleitungen unterschiedlich behandelt werden. Wasser kann mikrobiologische und korrosive Anforderungen mit sich bringen; Klebstoff kann antrocknen und Düsen blockieren. Die Reinigungsroutine wird daher für jedes Medium separat festgelegt.

  • gezielte Sprührichtung und kurze Distanz
  • Schutz von Walzen und Sensoren
  • mediengerechte Spülung bei Stillstand
  • planbare Reinigungsintervalle

Vorteile für Ihre Produktion

  • gleichmäßige Befeuchtung oder Klebstoffverteilung
  • reproduzierbare Endblatt- und Lagenverklebung
  • geringer Medienverbrauch
  • saubere Begrenzung von Streifen und Teilflächen
  • Integration in schnelle kontinuierliche Linien
  • weniger Stillstand durch abgestimmte Reinigungs- und Spülkonzepte

Prozessversuche mit Originalmaterial

Papier, Tissue und Karton unterscheiden sich stark in Saugfähigkeit, Oberflächenstruktur und Empfindlichkeit. Auch Klebstoffe reagieren unterschiedlich auf Druck, Luft und Düsenquerschnitt. Im Krautzberger Technikum können Originalmedium und repräsentative Materialmuster eingesetzt werden.

Geprüft werden Spritzbild, Benetzung, Auftragsmenge, Durchschlagen, Klebewirkung und Reinigungsverhalten. Auf dieser Grundlage lässt sich die Applikation auf den späteren Maschinenprozess übertragen.

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Papier und Tissue nehmen Feuchtigkeit schnell auf. Deshalb müssen Wasser und Klebstoff entlang der Bahn, an Kanten oder an einzelnen Produkten genau dosiert werden – vom Befeuchten bis zum Fixieren des Endblatts.

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